Heimfelds Straßen sind zu laut! Dennoch waren in den Lärmkarten aus dem Jahr 2012 etliche Straßen im Süden Hamburgs nicht als ‚laute Straßen‘ verzeichnet. Daher haben wir uns im vergangenen Jahr sowohl bei der Behörde für Umwelt und Energie als auch der EU-Kommission beschwert, und uns, gemeinsam mit der Fraktion der Neuen Liberalen in der Bezirksversammlung Harburg, dafür eingesetzt, dass die Lärmkarten der  Stadt  Hamburg entsprechend der  EU-Richtlinie  2002/49/EG  bzw.  der  34. BImSchV  überarbeitet  werden und damit  „die  Lärmkartierung  –  Stufe  3,  die bis  zum  30.06.2017 vorgelegt  werden muss,  gesetzeskonform  erfolgt  und somit  Lärmwerte für  alle Straßenzüge berichtet  werden,  bei  denen der  Lden  55 dB(A)  bzw.  der  Lnight  50/45  dB(A)  überschreitet.

Mit Erfolg! Am 28.11.2017 hat die Behörde die aktualisierten Lärmkarten veröffentlicht. Nahezu alle Straßen, bei denen wir der Meinung waren, dass diese aufgrund des Verkehrsaufkommens und den damit einhergehenden Lärmimmissionen in den Lämkarten verzeichnet sein müssten, wurden nun aufgenommen.

Demnach liegen die Lärmwerte an folgenden bislang nicht verzeichneten Straßen oberhalb der Schwelle, bei der eine Lärmaktionsplanung in Hamburg erfolgen muss: Denickestraße, Ehestorfer Weg, Eißendorfer Pferdeweg, Hainholzweg, Heimfelder Straße, Lohmannsweg, Milchgrund.

An all diesen Straßen werden tagsüber Lärmwerte von mehr als 65 Dezibel (Ausnahme: Denickestraße, dort über 60 Dezibel) und nachts über 55 Dezibel erreicht. Lärmwerte, bei denen sowohl nach Einschätzung des Umweltbundesamtes als auch der Weltgesundheitsorganisation WHO erhebliche Gesundheitsrisiken für Anwohnerinnen und Anwohner bestehen.

Dramatisch hoch ist die Lärmbelastung an der Heimfelder Straße, Kreuzung Milchgrund sowie Kreuzung Eißendorfer Pferdeweg sowie am Eißendorfer Pferdeweg, Ecke Stader Straße. Hier werden tagsüber Lärmwerte von über 70 Dezibel erreicht. Ein Wert, der gesetzlich nicht einmal in Industriegebieten oder dem Hamburger Hafen zulässig ist.

Alle Betroffenen haben nun die Möglichkeit, sich im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung, die laut Behörde für Umwelt und Energie im ersten Quartal 2018 beginnen soll, zu engagieren und Vorschläge zu machen, wie dem unverhältnismäßig hohen und vor allem gesundheitsschädlichen Lärm an Heimfelds Straßen begegnet werden soll.

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