In den letzten Monaten haben wir mithilfe des Hamburger Transparenzgesetzes wieder verschiedene Informationen bei der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie (BUE) erfragt.

Einerseits wollten wir wissen, wie es aktuell um die Belastung durch Stickoxid in Hamburg, jenseits der wenigen vorhandenen Messstationen, bestellt ist (Die Anfrage gibt es hier.).

Diesbezüglich hat uns die Behörde die aktuellen Berechnungen zur Stickoxidbelastung bereit gestellt, die der 2. Fortschreibung des Luftreinhalteplans für Hamburg zugrunde liegen.

Der ADFC Hamburg hat die bereit gestellten Information dann genutzt, um eine Karte zu erstellen, mit deren Hilfe jede*r prüfen kann, ob der gesetzliche Grenzwert für Stickoxid am eigenen Wohnort überschritten wird oder nicht.

Auf Basis beider Informationen haben wir nun wiederum eine Liste mit den 40 schmutzigsten bzw. am stärksten durch Stickoxid belasteten Straßen in ganz Hamburg erstellt.

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Die derzeit 40 schmutzigsten bzw. durch Stickoxid am stärksten belasteten Straßen in Hamburg

Deutlich wird, dass die Belastung an diesen 40 Straßen zwischen 10 und 26 μg/m3  bzw. 25 bis 66 Prozent über dem gesetzlich garantierten Grenzwert in Höhe von 40 μg/m3 Luft liegt.

18 der derzeit schmutzigsten Straßen Hamburgs liegen im Bezirk Mitte, 14 im Bezirk Altona, je zwei in den Bezirken Eimsbüttel, Harburg und Wandsbek sowie je eine in den Bezirken Bergedorf und Nord.

Die schmutzigste Straße in ganz Hamburg ist die Klopstockstraße im Bezirk Altona und die schmutzigste Straße im Bezirk Harburg ist die Winsener Straße.

Neben den Daten der Luftmessstationen und den Berechnungen für den Luftreinhalteplan existieren in Hamburg jedoch auch noch Messungen durch so genannte Stickoxidpassivsammler, deren Daten durch die Umweltbehörde einmal im Monat ausgewertet und dann gemittelt werden.

Zwei dieser Passivsammler gibt es im Bezirk Harburg; einen an der Winsener und einen an der Stader Straße.

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Standorte der Stickoxid-Passivsammler im Bezirk Hamburg-Harburg

Auch diese Daten haben wir bei der Behörde für Umwelt und Energie angefragt (Die Anfrage gibt es hier.) und ausgewertet. Diese Messungen zeigen, dass an beiden Punkten im Bezirk Harburg der geltende Grenzwert für Stickoxid in der Hälfte der Zeit überschritten wird und dabei Spitzenwerte von deutlich über 50 μg/m3 Luft erreicht werden.

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Messwerte der Stickoxidbelastung im Bezirk Hamburg-Harburg

Passivsammler-Daten für weitere Bezirke finden sich im Transparenzportal der Freien und Hansestadt Hamburg unter dem Begriff „orientierende NO2-Messungen„.

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