Hamburgweit sind 41.358 Menschen von Stickoxidimmissionen betroffen, die den Grenzwert von 40 Mikrogramm überschreiten. So steht es im aktuellen Entwurf zur 2. Fortschreibung des Luftreinhalteplans für Hamburg.

Die Antwort der Hamburger Umweltbehörde auf eine Anfrage der Neuen Liberalen in der Bezirksversammlung Harburg macht nun deutlich: Rund 6 Prozent aller Betroffenen leben im Bezirk Harburg – nämlich 2.398 Personen (die Anfrage inkl. Antwort der Behörde kann hier herunter geladen werden: BV-Drucksache_20-2875).

Gesundheitsschädliche Grenzwertüberschreitunge sind insofern kein reines Innenstadtphänomen sondern finden sich auch in erheblichem Maße südlich der Elbe.

Der Umweltbehörde zufolge finden sich Grenzwertüberschreitungen an folgenden Straßen in Harburg:

  • Buxtehuder Straße (292 betroffene Anwohner)
  • Harburger Ring (0 betroffene Anwohner)
  • Moorstraße (92 betroffene Anwohner)
  • Neuländer Straße (0 betroffene Anwohner)
  • Ostfrieslandstraße (541 betroffene Anwohner)
  • Seehafenstraße (81 betroffene Anwohner)
  • Stader Straße (163 betroffene)
  • Wilstorfer Straße (301 betroffene Anwohner)
  • Winsener Straße (638 betroffene Anwohner)

Dabei ist der Hauptanteil der Immissionen an diesen Straßen auf den Verkehr zurück zu führen. So liegt der mittlere Anteil der verkehrsbedingten Zusatzbelastung an diesen Straßen bei 52 Prozent, der Anteil der Hintergrundbelastung (also derjenigen, die auch ohne Verkehr vorhanden ist) hingen nur bei 48 Prozent.

Für diese Straßen sind im aktuellen Entwurf zum Luftreinhalteplan jedoch keine Maßnahmen zum Schutz der betroffenen Anwohner bzw. zur Reduzierung der Schadstoffbelastung vorgesehen.

Betroffene können und sollten daher ihr Recht geltend machen und lokal wirksame Maßnahmen für ihre Straßen beantragen.

Wie dies geht, zeigen wir im Beitrag Musterstellungnahmen zum Luftreinhalteplan.

Wichtig: Einwendungen sind nur noch bis zum 23. Juni – also diesen Freitag – möglich!

VIEL ERFOLG!

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