Wie bereits im Abendblatt angekündigt, haben die Fraktionen der Neuen Liberalen und der LINKEN in der Bezirksversammlung Harburg Tempo 30 für die Heimfelder Straße beantragt.

Im gemeinsamen Antrag gehen die Fraktionen sowohl auf das Problem des Radverkehrs als auch der Lärmbelastung an der Heimfelder Straße ein und begründen die Forderung nach einer Geschwindigkeitsreduzierung wie folgt:

Die Heimfelder Straße ist vor allem für verkehrsschwächere Verkehrsteilnehmer wie vor allem Radfahrer problematisch, unter anderem deshalb, weil bereits im Jahre 2012 der besonders gut erhaltene Radweg auf der Nordseite der Heimfelder Straße ersatzlos abgebaut wurde.  …

Das Radfahren wird … -entgegen der offiziellen Absicht des Senats- nicht gefördert, sondern behindert.

Denn viele Radfahrer mögen wegen des erheblichen Verkehrsaufkommens, vieler Busse und wegen hoher Geschwindigkeit vieler Fahrzeuge nicht auf der Fahrbahn fahren, sondern fahren aus Unsicherheit auf dem Bürgersteig oder verzichten dann ganz auf das Fahrrad.

Auch für Fußgänger, speziell für Kinder und ältere Menschen, stellt die Heimfelder Straße ein Gefahrenpotenzial dar. Der Kinderspielplatz an der Rennkoppel hat einen direkten Zugang von der Heimfelder Straße, weshalb viele auch jüngere Kinder die vielbefahrene Straße tagtäglich überqueren. Auch sind viele ältere Menschen in der nahe gelegenen Seniorenresidenz „Domicil“ und dem Alten-und Pflegeheim „Pflegen und Wohnen“ im Umfeld der Heimfelder Straße beheimatet, die in puncto Sicherheit von einer verkehrsberuhigten Straße profitieren würden. …

Darüber hinaus ist auch die Lärmsituation in der Heimfelder Straße ein Faktor, der für die Einführung von Tempo 30 spricht. So geht aus der bürgerschaftlichen Anfrage der Fraktion die LINKE (Drucksache 21/9019) hervor, dass die Lärmwerte an der Heimfelder Straße westlich des Milchgrunds (Richtung Kiefernberg) nach RLS-90 bei tagsüber mindestens 66 dB(A) und nachts bei mindestens 60 dB(A) liegen. Damit ist die verkehrsbedingte Lärmbelastung für die Wohnbevölkerung in der Heimfelder Straße eindeutig zu hoch. Konsequente Geschwindigkeitskontrollen vorausgesetzt, würde Tempo 30 den gesundheitsgefährdenden Lärm besonders in den Abend- und Nachstunden reduzieren. Wenn man den Radverkehr fördern, die Verkehrssicherheit für alle erhöhen und den Verkehrslärm für die Anwohner reduzieren möchte, dann bleibt derzeit nur Tempo 30. Jede andere denkbare alternative Maßnahme würde nur ein Teil dieser Probleme lösen und insgesamt deutlich teurer werden.

Konsequenterweise fordern die Neuen Liberalen daher in einem zweiten Antrag, dass der bereits begonnene Rückbau des Radweges an der Heimfelder Straße so lange gestoppt wird, bis „alternative Maßnahmen zur optimierten Radverkehrsführung getroffen wurden.“

Wichtig ist nun, dass auch die Mehrheit der Harburger Bezirksversammlung, und dabei insbesondere die Große Koalition aus SPD und CDU, diesen Anträgen zustimmt, damit das Radfahren auf der Heimfelder Straße sicherer und die allgemeine Sicherheit sowie die Aufhenthaltsqualität für alle Heimfelderinnen und Heimfelder verbessert wird.

Dafür kann es hilfreich sein, die Parteien in der Bezirksversammlung noch einmal ausdrücklich dazu aufzufordern, sich für eine Verkehrsberuhigung der Heimfelder Straße einzusetzen und die gestellten Anträge zu unterstützen.

Ansprechparter*innen sind die Fraktionsvorsitzenden der einzelnen Parteien, an die man sich via E-Mail direkt und persönlich wenden kann:

SPD Harburg, Jürgen Heimath

CDU Harburg, Ralf-Dieter Fischer

Grüne Harburg, Britta Herrmann

FDP Harburg, Carsten Schuster

AfD Harburg, Ulf Bischoff

Alternativ kann man sich auch an alle der aufgeführten Personen gleichzeitig wenden.

Hier ein Textvorschlag:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits im Jahr 2016 hat die Bezirksversammlung Harburg die zuständigen Behörden gebeten, zu prüfen, ob es möglich ist, die Geschwindigkeit auf der Heimfelder Straße auf maximal 30 km/h zu begrenzen. Ende 2016 sprach sich auch das zuständige Bezirksamt für Tempo 30 auf der Heimfelder Straße aus.

Nun haben die Fraktionen der Neuen Liberalen und der LINKEN einen Antrag (Drucksache 20-2987) in die Bezirksversammlung Harburg eingebracht, mit dem die zuständigen Behörden aufgefordert werden, Tempo 30 auf der Heimfelder Straße endlich umzusetzen.

Bitte unterstützen Sie diesen Antrag und sorgen Sie dafür, dass die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Heimfelder Straße zum Schutz aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sowie zur Reduzierung von Lärm und Abgasen, und damit zur Steigerung der Aufenthalts- und Wohnqualität, auf maximal 30 km/h reduziert wird.

Bitte setzen Sie sich auch dafür ein, dass die reduzierten Geschwindigkeiten eingehalten werden, in dem z.B. Dialogdisplays installiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

VIEL ERFOLG!

Advertisements