Gleich zwei Artikel im Hamburger Abendblatt beschäftigen sich diese Woche mit dem Thema Tempo 30 für die Heimfelder Straße.

Dabei geht der erste Beitrag, Heimfelder klagt gegen Lärm an der Straße, auf unsere Klage gegen die Stadt Hamburg ein und betont, dass sich die Klage ausdrücklich nicht gegen das stets kooperative Harburger Polizeikommissariat 46 sondern gegen die zentralen Hamburger Behörden – und dabei insbesondere die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) – richtet, die eine Verkehrsberuhigung der Straße seit Jahren blockieren.

Erwähnenswert ist dabei folgendes Rechercheergebnis des Abendblattes: „Der Sachverständigenrat des Bundesumweltministeriums hat Lautstärkepegel festgelegt, deren Überschreitung ein Einschreiten erfordert, weil die Anwohner durch den Lärm gefährdet sein könnten: 65 Dezibel tagsüber und 55 Dezibel in der Nacht gelten demnach als maximal zulässig.“

Diese Werte sind auf der Heimfelder Straße, zwischen dem Heimfelder Platz und der Kreuzung Eißendorfer Pferdeweg, fast überall überschritten. Dass die Behörden hiergegen, trotz mehrfacher Aufforderung, nichts unternehmen, ist für uns nicht akzeptabel!

Der zweite Beitrag, Heimfelder Straße soll sicherer für Radfahrer werden, wiederum dreht sich um die politische Forderung nach Tempo 30 für die Heimfelder Straße Straße und macht deutlich, dass sich auch die Bezirksversammlung Harburg nach wie vor für eine Verkkehrsberuhigung ausspricht und die Behörden in der kommenden Woche erneut auffordern wird, die Geschwindigkeit auf der Straße zum Schutz der Radfahrerinnen und Radfahrer zu beschränken.

In diesem Beitrag sind nahezu alle Argumente, die auch wir als Grund für den Bedarf einer Verkehrsberuhigung seit Langem anführen, noch einmal zusammengefasst und wir können uns daher der Argumentation der Fraktion der Neuen Liberalen nur anschließen: „Wer den Radverkehr fördern möchte, kommt an Tempo 30 nicht vorbei.“

Gespannt sind wir vor allem auf die Harburger SPD, die sich ja auch bereits seit Langem für Tempo 30 auf der Heimfelder Straße ausspricht und, trotz der nicht vorhandenen Unterstützung Ihres Parteigenossen und Innensenators Andy Grote, öffentlich betont: „Wir werden zumindest zwischen Milchgrund und Heimfelder Platz Tempo 30 fordern.“

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