Seit dem 01. September 2016 ist es möglich eine Bezuschussung von passiven Schallschutzmaßnahmen durch die Stadt Hamburg zu erhalten, wenn man an einer besonders lauten Straße wohnt.

Gefördert werden u.a.:

  • der Einbau von Kastenfenstern
  • der Einbau von Prallscheiben vor den Fenstern
  • die Verglasung von bestehenden offenen Balkonen und Loggien
  • die Veränderung der Erschließungsformen zum Zwecke des Lärmschutzes, z.B. vorgesetzte Laubengänge
  • die Veränderung bestehender Wohnungsgrundrisse zum Zwecke des Lärmschutzes
  • der Einbau von schallgedämmten Lüftungsanlagen in Schlaf- und Kinderzimmern

Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Die Zuschusshöhe beträgt 65 bis 75% der nachgewiesenen förderfähigen Kosten, höchstens jedoch:

  • 450,- EUR je m² Fenster- und Türfläche
  • 350,- EUR je Rolladenkasten
  • 500,- EUR je m² Fensterfläche bei Kastenfenstern
  • 200,- EUR je m² Fläche der Prallscheiben vor den Fenstern
  • 300,- EUR je m² Verglasung von bestehenden offenen Balkonen und Loggien
  • 150,- EUR je m² Aufenthaltsraum bei Veränderung der Erschließungsform oder bestehender Wohnungsgrundrisse und für Lückenschlüsse

Antragsberechtigt sind Grundeigentümer oder sonstige Verfügungsberechtigte (z. B. Erbbauberechtigte) von :

  • vermieteten Mehrfamilienhäusern und
  • Wohnungseigentümergemeinschaften.
  • selbst genutztem Wohneigentum (Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften, Reihenhäusern)

Mieterinnen und Mieter müssen sich daher an ihre Vermieter wenden, wenn sie denken, dass für ihre Wonhnungen Schallschutzmaßnahmen sinnvoll und wünschenswert wären.

Die Behörde für Umwelt und Energie hat eine Liste veröffentlicht, der zu entnehmen ist, unter welchen postalischen Adressen Gebäude zu finden sind, für die eine Förderung auf jeden Fall möglich ist.

In Heimfeld sind dies die Adressen:

  • Alter Postweg 1 bis 39
  • Heimfelder Straße 1 bis 9
  • Milchgrund 70 bis 89
  • Stader Straße 1 bis 349
  • Weusthoffstraße 1 bis 19 und 30 bis 49

Laut BUE sind jedoch alle Gebäude förderfähig, an denen der Lärm tagsüber (Lden) bei mehr als 65 Dezibel und/ oder der Lärm nachts (Lnight) bei mehr als 55 Dezibel liegt und die in den Lärmkarten der Stadt erfasst sind. 

Wie wir berichtet haben (siehe unseren Beitrag hier), sind die Lärmkarten der Stadt jedoch unvollständig und berücksichtigen, anders als vom Gesetzgeber vorgeschrieben, ausschließlich Straßen mit einem Verkehrsaufkommen vom mehr als 8 Millionen Kfz pro Jahr.

Insofern kann man durchaus versuchen, eine Finanzierung auch dann zu erhalten, wenn die eigene Straße nicht in der Liste der BUE genannt ist. Die oben genannten Lärmwerte werden in etwa bei einem Verkehrsaufkommen von 5.000 Kfz/24h erreicht. Ein solches Verkehrsaufkommen liegt auf folgenden, nicht kartierten Straßen in Heimfeld vor:

  • Eißendorfer Pferdeweg
  • Heimfelder Straße
  • Lohmannsweg
  • Milchgrund
  • Vahrenwinkelweg
  • Weusthoffstraße

    Weitere Informationen zu Antragstellung und Finanzierung gibt es auf den Seiten der Behörde für Umwelt und Energie sowie bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank.

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