Heute hat das Hamburger Qualitätsforschungsinstitut Quotas den  Bundesländerindex Mobilität & Umwelt 2016/2017 vorgestellt, der auf amtlichen Daten und verkehrspolitischen Weichenstellungen beruht und Auskunft darüber gibt, wie nachhaltig die Verkehrspolitik in den Deutschen Bundesländern ausgerichtet ist.

Bewertet wurden hierfür, mit Blick auf den Verkehr im jeweiligen Bundesland, die Bereiche Verkehrssicherheit, Lärmminderung, Flächenverbrauch, Klimaschutz und Luftqualität.

Betrachtet man alle Bereiche gemeinsam, so liegt Hamburg weit abgeschlagen auf Platz 16 von 16. Am besten gelingt demnach noch der Klimaschutz in der Hansestadt; hier landet Hamburg immerhin auf Platz 12.

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Quelle: Allianz pro Schiene
(In jeder Kategorie waren maximal 20 Punkte zu erreichen, also insgesamt maximal 100 Punkte)

Nicht unerwartet für diejenigen, die die Hamburger Verkehrspolitik und diesen Blog verfolgen, landet auch die Verkehrspolitik des Hamburger Senats hinsichtlich der Lärmminderung auf Platz 16. 

Hier erreicht die Hansestadt gerade einmal einen von 20 Punkten. Selbst das diesbezüglich nächst besser platzierte Bundesland Nordrhein-Westfalen erreicht 5-mal so viele Punkte in dieser Kategorie.

Kaum besser sieht es für Hamburg hinsichtlich des verkehrsbedingten Flächenverbrauches sowie bezogen auf die Luftqualität aus.

Die Autoren der Studie fassen die Verkehrspolitk in Hamburg dann auch wie folgt zusammen:

  1. „Kein konkretes politisches Ziel zur Senkung der Lärmbelastung, das über gesetzlich vorgeschriebenen Aktionsplan hinausgeht…“
  2. „…zusammen mit Bayern Schlusslicht bei der Stickstoffdioxid-Konzentration in Städten.“
  3. „Ein Kurswechsel tut not.“

Beschwerden, die die Hamburger Verkehrspolitik betreffen, können Sie über das Bürgerbüro der Senatskanzlei direkt an den Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, richten.

 

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