Nachdem wir letztens über die doch ernüchternde Bilanz unserer Aktivitäten für sichere Schulwege auf Milchgrund und Eißendorfer Pferdeweg berichtet hatten, scheint sich doch nun etwas zu tun, das Hoffnung macht.


Zuerst sieht Rainer Bliefernicht von der Harburger CDU im Hamburger Abendblatt vom 6.10.2016 in der Verschiebung von Geldmitteln zwischen Harburg und Wilhelmsburg mögliche Probleme bei der Realisierung von Projekten in Harburg und äußert dabei zum ersten Mal öffentlich, dass sich seine Partei für eine Querungshilfe über den Milchgrund stark machen möchte:

„Ich hatte eigentlich einen Antrag in Vorbereitung, an der Straße Milchgrund Querungshilfen für Fußgänger zu installieren, damit die Schulwege im Quartier sicherer werden. Diese Maßnahme können wir dann nicht mehr finanzieren.“

Hier der ganze Artikel im Abendblatt. Wir bezweifeln, dass der letzte Satz stimmt, da der Milchgrund eine Hamburger Hauptverkehrsstraße ist und damit über den LSBG finanziert werden muss.


Dann erreicht uns ein paar Tage später die Information, dass die Harburger CDU doch einen Antrag zum Hauptausschuss einreichen wird, am Milchgrund eine Querungshilfe für Fußgänger, Höhe Haselhain, einzurichten. Der ganze Antrag kann hier nachgelesen werden. Der Hauptausschuss tagt am 11.10., heute. Auf das Ergebnis sind wir gespannt…


Zu guter Letzt erreicht uns gestern die Nachricht, dass auch die SPD mit einem Antrag eine Querungshilfe unterstützen möchte. Somit hat sich nun endlich auch die SPD-Fraktion dazu durchgerungen, unser Anliegen offiziell zu unterstützen. Hier der Antrag der SPD.


Beide Anträge sind unterschiedlich formuliert, verfolgen aber das gleiche Ziel, eine Querungshilfe bzw. Sprunginsel auf dem unteren Milchgrund einzurichten.

Damit haben wir das erste Mal die beiden Koalitionäre der Harburger Groko offiziell auf unserer Seite. Ist damit Alles klar? Mitnichten…

Erstens ist diese Maßnahme nur eine Minimalvariante unserer Forderungen. Der Eißendorfer Pferdeweg wird nicht bedacht, Tempo 30 ist nicht in Sichtweite… Aber es ist eine erste wirkungsvolle Maßnahme.

Zweitens fordern beide Anträge lediglich die Verwaltung bzw. Fachbehörden auf, zu prüfen ob ein Querung realisiert werden kann“. Hiermit sind Hamburger Behörden gemeint (BWVI?). Die Prüfung muss daher nicht positiv ausgehen (siehe auch nächster Punkt), auch wenn die Harburger Politik geschlossen dahinter steht. Genauso war es beim Thema „Tempo 30 auf der Heimfelder Straße“.

Drittens hatte die Polizei bereits vor einigen Jahren angeregt, in Höhe Grumbrechtstraße eine Querungshilfe  vorzusehen. Die zuständige Hamburger Fachbehörde (Milchgrund ist Hauptverkehrsstraße) lehnte dies damals aufgrund niedriger Querungszahlen ab. Es gäbe wohl eine verbesserte Chance in der Verbindung mit geplanten Straßensanierungen.  Jedoch besteht derzeit Unklarheit, ob und wann der Milchgrund für eine Sanierung geplant ist. Gerüchte sprechen von 2017, sicher ist das nicht…

Warten wir ab, wie immer…

 

 

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