Nun ist es amtlich! Ab Oktober 2016 wird die Heimfelder Straße zur Förderung des ÖPNV sowie des Radverkehrs umgebaut. Laut Schlussverschickung der Hamburger Behörden wird dabei auf Einwand der Verkehrsdirektion (VD 51-52) der derzeit noch vorhandene Radweg auf der Südseite der Straße, zwischen der S-Bahn-Station Hamburg-Heimfeld und der Kreuzung Eißendorfer Pferdeweg, vollständig zurück gebaut. Radfahrerinnen und Radfahrer ab 10 Jahren müssen in diesem Bereich dann sowohl stadtein- als auch stadtauswärts stets im Mischverkehr auf der Fahrbahn fahren.

BR_Heimfeld
Planung für den Umbau der Heimfelder Straße auf Höhe des S-Bahnhofs,Quelle: Bezirksversammlung Harburg, Regionalausschuss Harburg, Sitzung vom 10.02.2016

Das Dokument enthält dabei noch einige weitere interessante Aspekte:

  1. Das Projekt kostet ca. 510.000,- Euro und wird aus BWVI-Mitteln zur „Förderung des ÖPNV auf der Straße“ finanziert.
  2. Das Verkehrsaufkommen östlich der Wattenbergstraße wird mit 5.660 Kfz/24h und einem Schwerlastanteil von 8,4% beziffert.
  3. Das Polizeikommissariat 46 (PK 46) hat bislang keine Stellungnahme zur Planung abgegeben.
  4. Die Stellungnahme Senator Grotes vom Juni dieses Jahres (s. unseren Blogbeitrag hierzu), mit der er eine Ablehnung von Tempo 30 auf der Straße begründet, hat Eingang in die Verschickung erhalten.

Insbesondere die letzten beiden Punkte sind spannend. Denn nachdem ich mich im Juni schriftlich bei Herrn Senator Grote beschwert und darauf hingewiesen habe, dass in seinem Schreiben an die Bezirksversammlung Harburg zum Thema Tempo 30 auf der Heimfelder Straße verschiedene rechtlich relevante Aspekte nicht beachtet wurden (Das Schreiben kann hier herunter geladen werden: Anschreiben Senator Grote), erhielt ich vor wenigen Tagen die Nachricht, dass mein Schreiben der Behördenleitung vorgelegen habe und der Sachverhalt nun vom Polizeikomissariat 46 neu geprüft und beschieden werde (Das Antwortschreiben der Behörde kann hier herunter geladen werden: Antwortschreiben der Behörde für Inneres und Sport).

Die Erfahrung zeigt, dass das zuständige Polizeitkommissariat hier durchaus das letzte Wort haben und die Planung ohne Weiteres abändern kann; so z.B. geschehen durch das PK 33, das einen geplanten Radfahrstreifen auf dem Wiesendamm abgelehnt hat und stattdessen die Einführung von Tempo 30 empfahl (s. Beitrag unter hamburgize).

Es bleibt abzuwarten, was das PK 46 macht, wenn die aktuellen Verkehrszahlen für die Heimfelder Straße im September 2016 vorliegen werden.

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