Die Initiative „Verkehrssicherheit Heimfeld“ setzt sich für sichere Übergänge für Fußgänger über die stark befahrenen Straßen Milchgrund und Eißendorfer Pferdeweg im Hamburger Stadtteil Heimfeld (Bezirk Harburg) ein. Auf beiden Strassen gibt es auf ca. einem Kilometer Länge keine sichere Querungsmöglichkeit für Fußgänger. Besonders im Berufsverkehr werden beide Straßen stark befahren, mit viel Lastverkehr und oft mit überhöhter Geschwindigkeit. Insbesondere unsere Kinder können diese Straßen auf dem Weg zur Schule, Sport, Freunden oder S-Bahn nicht allein überqueren. Beide Straßen führen mitten durch das Heimfelder Wohngebiet.
Deshalb fordert die Initiative geeignete Maßnahmen auf beiden Straßen, die eine sichere Querung ermöglichen. Bzgl. konkreter Maßnahmen sind wir offen, z.B. Ampeln, Fußgängerüberwege, Tempo 30 und/oder Sprunginseln.

Seit 20 Jahren versuchen verschiedene Initiativen im Stadtteil, eine Verbesserung der Situation zu erreichen, bisher ohne Erfolg. Unsere Initiative hat sich Anfang 2015 zusammen getan, einen neuen Anlauf zu starten.
Als erste Maßnahme hatten wir bis Mai 2015 fast 1000 Unterschriften im Stadtteil gesammelt und auf dieser Basis eine Petition bzw. Eingabe in der Bezirksversammlung Harburg eingereicht .

Leider warten wir nun seit fast einem Jahr auf eine offizielle Antwort. Laut Aussage von Politikern des Bezirks liegt die Eingabe immer noch zur Prüfung in der BWVI.
In der Zwischenzeit hatten wir diverse Versuche unternommen, in einen Dialog mit Bezirkspolitik und Polizei (Untere Verkehrsbehörde) einzutreten, um Argumente auszutauschen und Lösungen zu diskutieren.
Diesen Dialog konnten wir bis heute nicht führen. Polizei und Politik bleiben stattdessen auf ihrer Position fixiert, dass beide Straßen eine wichtige bezirklich-regionale Bedeutung haben, die verkehrsberuhigende oder sichernde Maßnahmen angeblich nicht ermöglichen. Dabei stützt sich die Politik auf die Polizei, die Polizei stützt sich ausschließlich auf eigene Messungen und die Erfassung der Ist-Situation. Gegenüber Argumentationen und eigenen Recherchen zeigen sich weder Polizei noch Bezirk oder Behörden aufgeschlossen.

Der Bezirk hat scheinbar nur begrenzte Einflussmöglichkeit oder ist nicht Willens, sich auf Stadtebene für bezirkliche Belange einzusetzen. Seitens der Initiative verschriftlichte und vorgebrachte Argumente bzw. Positionen bleiben unbeantwortet bzw. fehlen Ansprechpartner, diese zu diskutieren.

Im Ergebnis bleibt der Eindruck, dass sich für eine Verbesserung der Situation niemand aktiv einsetzt. Solange sind unsere Kinder u.a. schwächere Verkehrsteilnehmer weiterhin gefährdet, sind Aussagen der Politik wie „Kurze Beine, kurze Wege“, „Fahrradstadt Hamburg“ oder Ziele zur Senkung von Belastung durch Lärm und Abgase blanke Makulatur.

Wir wollen nicht mehr und nicht weniger, dass die Belange von Kindern, Anwohnern, Fußgängern und Radfahrern gleichberechtigt zusammen mit denen des Autoverkehrs betrachtet und in eine sinnvolle Gesamtplanung für Alle einbezogen werden.

Weiterhin suchen wir das direkte Gespräch. Schreiben an verantwortliche Behördenvertreter oder Politiker bleiben leider meist unbeantwortet.

Wir bleiben dran und geben nicht auf! Die Zeit wird zeigen, dass die sich die Einstellung ändern wird. Hoffnungsvolle Änderungen sind am Horizont erkennbar.

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