Mit einem Infostand zu Tempo 30 in der Heimfelder Straße stieß der ADFC am Sonnabend den 28.5.21016 auf großen Zuspruch der Anwohner*innen.

Das Problem aus Sicht der Fahrradfahrenden: Die Angst, auf der Fahrbahn zu fahren, ist vor allem bei den Älteren recht stark ausgeprägt. Besonders Busse, Raser und Drängler werden als Problem wahrgenommen. Viele Radfahrer nutzen deshalb vorschriftswidrig den Gehweg. Die Folge: Konflikte mit Fußgängern. Mit dem Angebot einer Kurzschulung –
Begleitetes Fahrbahnfahren – konnte der ADFC bei einigen Radlern zwar zu mehr Sicherheit und Selstbewusstsein beitragen.

Dennoch: Anwohner und Nutzer der Straße fühlen sich von Politik und Verwaltung im Stich gelassen. Eine Passantin: „Vor der Wahl standen die hier alle auf der Straße und haben uns sonstwas versprochen, z.B. die SPD flächendeckend Tempo 30 in allen Wohngebieten. Nach der Wahl waren die alle weg. Fragt man mal nach, heißt es ‚Da können wir leider nichts machen.’“

Politiker ließen sich leider nicht blicken, um ihre Unterstützung zu bekunden.

Die Große Koalition in der Bezirksversammlung Harburg hatte im März einstimmig die Einführung von Tempo 30 auf der Heimfelder Straße beschlossen hat, was jetzt aber von Innensenator Andy Grote (SPD) persönlich abgelehnt wurde. Auch von der Polizei fühlen sich die Radfahrenden im Stich gelassen; sie berichten von knapp überholenden PKWs, die drängeln und Busfahrern, die sie anhupen, wenn sie nicht schnell genug fahren. Gespräche mit den Beamten vor Ort blieben bisher ohne Wirkung.

Das Problem ist nicht auf die Heimfelder Straße begrenzt: Es sind sogar Anwohner aus anderen Stadtteilen angereist um sich zu solidarisieren oder um Unterstützung bei eigenen Problemen mit dem Verkehr zu bitten z.B.für die Bremer Straße oder die Winsener Straße.

Mit der Kamapgne läuft! tritt der ADFC Hamburg für besseren Verkehr in
der Stadt durch mehr Tempo 30 ein: Sicher, sauber, leise, schnell.

Advertisements